Neues aus dem Gemeinderat

Ratssitzung am 26.01.2023 um 19Uhr

 in der Aula der Grundschule Polle

Protokoll der Gruppe Plan Grün,

alle Angaben sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit 

Tagesordnungspunkt 1:

Eröffnung der Sitzung und Feststellung der

a) ordnungsgemäßen Ladung und Anwesenheit der Mitglieder des Gemeinderates

b) Beschlussfähigkeit des Gemeinderates

c) Tagesordnung und der dazu vorliegenden Anträge

Die öffentliche Ratssitzung wird pünktlich um 19Uhr durch Herrn Bürgermeister Bodenhage eröffnet. Herr Bodenhage begrüßt alle Anwesenden und gibt bekannt, dass die Ratsherren Bost, SPD und Bohmhauer, Plan P entschuldigt fehlen. Der Rat ist damit beschlussfähig. Die Tagesordnung und die vorliegenden Anträge werden festgestellt. Herr Bodenhage stellt fest, dass am Vortag noch ein Dringlichkeitsantrag eingegangen ist, über dessen Dringlichkeit der Rat zunächst einmal beraten muss.

Herr Bodenhage liest den Dringlichkeitsantrag dem Rat laut vor:

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Dringlichkeitsantrag gem. § 6 Abs.1 der Geschäftsordnung zur Ratssitzung am 26.01.2023: 

„Deckelung“ der Investitionskosten für die Sanierung des Sportheims auf den im Förderprogramm beantragten Gesamtbetrag in Höhe von insg. 355.000 €. Dieser Betrag wurde auch im Haushalt des Fleckens Polle veranschlagt und bereitgestellt. 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bodenhage, 

wie von Herrn Gemeindedirektor Steffe am 21.12.2022 per E-Mail mitgeteilt wurde, hat der Flecken Polle am 20.12.2022 einen Zuwendungsbescheid von der NBankHannover über 319.000 € zur Sanierung des Sportheims erhalten. Bei einem Fördersatz von bis zu 90% entspricht dies einem Investitionsvolumen von rd. 355.000 €. Die Haushaltsmittel wurden im Haushalt 2022 in dieser Höhe bereits veranschlagt. 

Wie uns weiter mitgeteilt wurde, sollten die weiteren Planungsschritte Anfang des Jahres den Ratsgremien Anfang dieses Jahres vorgelegt werden. 

Da der Flecken Polle sich in der Dorfentwicklung befindet und die kommunalen finanziellen Ressourcen begrenzt sind, darf die Dorfentwicklung nicht dadurch gefährdet werden, dass möglicherweise die Baukosten für das Sportheim unkontrolliert steigen. 

Bei einer Erhöhung des Investitionsvolumens und Kostensteigerungen hätte der Flecken Polle diese Kosten in voller Höhe allein zu tragen, da die Bezuschussung auf max. 319.000 € begrenzt ist. Zur Begrenzung der Investitionskosten ist im Rat ein entsprechender Beschluss zu fassen. 

Begründung der Dringlichkeit gem. § 6 der Geschäftsordnung:

Bereits vor einer möglichen Ausschreibung von Planungsleistungen sollte auch für die anbietenden Planungsbüros der finanzielle Umfang dieses Projekt bekannt sein und bei der Abgabe von Angeboten entsprechend berücksichtigt werden können.

Da die Umsetzung des Projekts vermutlich an feste enge zeitliche Vorgaben des Fördermittelgebers gebunden ist, ist es zwingend erforderlich, dass sich der Rat im Vorfeld dazu positioniert. 

Weiteres Verfahren: 

Der Rat hat bisher keine näheren Informationen über das Projekt erhalten. 

Weder die Planungsunterlagen noch die Darlegung der Kosten, die sich lt. Angabe auf 355.000 € belaufen sollen, wurden dem Rat bekannt gegeben. 

Es wird erwartet, dass das gesamte Projekt dem Rat und der Öffentlichkeit sehr zeitnah vorgestellt wird. Das bezieht sich nicht nur auf die finanzielle Kalkulation, sondern auch auf die zeitliche Umsetzung sowie die Darlegung der Berücksichtigung der Klimaschutzvorgaben. 

Gruppe PLAN-Grün

Ratsfraktion im Flecken Polle PLAN P – Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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Herr Bodenhage teilt mit, dass der Rat nun über die Dringlichkeit des Antrages abstimmen muss.

Eine öffentliche Abstimmung ergibt 

3 Ja-Stimmen, abgegeben von der Gruppe Plan Grün

6 Nein-Stimmen, abgegeben von SPD und PWG

Keine Enthaltungen

Eine Dringlichkeit des Antrags liegt damit laut Abstimmung des Rates nicht vor. Herr Bodenhage weist darauf hin, dass der Antrag selbst damit nicht grundsätzlich wegfällt, er es aber durch die Abstimmung nicht auf die Tagesordnung der heutigen Ratssitzung schafft. Herr Bodenhage lässt über die Tagesordnung abstimmen. Diese wird, wenn auch nicht einstimmig, beschlossen.

Tagesordnungspunkt 2

Genehmigung der Niederschrift über die 8. Öffentliche Ratssitzung des Gemeinderates am 15.12.2022

Der Niederschrift wurde zugestimmt. 2 Ratsmitglieder haben sich enthalten.

Tagesordnungspunkt 3

Amtliche Mitteilungen und Bericht der Verwaltung

Herr Gemeindedirektor Steffe teilt mit, dass der Auftrag zur Reparatur des Kanuanlegers erteilt wurde. Dies übernimmt die ARMINIUS Metallbau & Industrieservice GmbH, Bodenwerder. Der Kanuanleger soll in der kommenden Saison somit wieder einsatzbereit sein.

Herr Steffe berichtet weiter, dass es einen Hinweis aus der Bevölkerung zu einer Hecke in der Robrexer Straße gegeben habe. Diese sei inzwischen zurückgeschnitten worden und auch die Gosse davor sei gereinigt.

Das letzte Baugrundstück des Baugebiets Spiekersiek, so der Gemeindedirektor, ist inzwischen verkauft. Damit sind keine weiteren Baugrundstücke in diesem Baugebiet vakant.

Die Fähre ist seit dem 18. Januar zur Reparatur und Wartung verbracht worden. Wieviel Zeit dies in Anspruch nehmen wird, ist derzeit nicht bekannt. Die Straßenmeisterei, vertreten durch Herrn Twele, will regelmäßig berichten, so Herr Steffe.

Auch zum Sportheim gebe es nun Informationen für die Öffentlichkeit. Am 20.12.2022 habe man den nötigen Zuwendungsbescheid erhalten, dass man hier mit einer bis zu 90%igen Förderung rechnen kann. 355.000 Euro stünden damit bei Fördermitteln von 319.000 Euro für die Sanierung des Sportheims zur Verfügung. Der Verwaltungsausschuss hat in der der Ratssitzung vorangegangenen Sitzung entschieden, dass der Planungsauftrag nun ausgeschrieben wird und Planungsbüros zur Abgabe von Angeboten angeschrieben werden. Wenn die Planungen dann „soweit“ sind, wird man sie auch der Öffentlichkeit vorstellen.

Herr Bodenhage berichtet, dass er noch einmal mit dem Geschäftsführer der Flotte Weser telefoniert hat. Hier teilte man Herrn Bodenhage mit, dass man ein Anlegen in Polle mit der Flotte Weser nicht grundsätzlich ausschließen möchte, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Als Beispiel nennt man hier das Problem des Niedrigwassers. Herr Bodenhage bat die Flotte Weser um eine schriftliche Bestätigung dieser Aussage. 

Die Flotte Weser schreibt dann, dass man aus wirtschaftlichen Gründen Polle zurzeit und auch in naher Zukunft nicht anfahren werden, sich dies aber für die Zukunft offen halten möchte, sollten die Rahmenbedingungen dann stimmen.

Herr Bodenhage teilt außerdem mit, dass er den Sitzungsplan an die Ratsmitglieder verteilt habe und dieser dann auch öffentlich ausgehangen werden soll.

Tagesordnungspunkt 4

Einwohnerfragestunde

Eine Bürgerin fragt, was neben einem intakten Anleger und der Bedingung des passenden Wasserstands die Rahmenbedingungen sein könnten, damit die Flotte Weser Polle wieder anfährt. 

Herr Bürgermeister Bodenhage nimmt an, dass Niedrigwasser das Hauptproblem darstelle. Die Bürgerin entgegnet, dass man ja vermutlich nicht ganzjährig mit Niedrigwasser zu rechnen habe. 

Herr Bodenhage antwortet, dass die Flotte Weser dies als Hauptargument genannt habe und das derzeit der Stand der Dinge sei.

Eine weitere Bürgerin fragt nach dem Waldkindergarten. Wie ist hier der aktuelle Stand? 

Herr Steffe berichtet, dass man unterschiedliche Standorte derzeit prüfe und sich im Aufbau befände. Neben dem personellen Konzept und der Frage nach dem entsprechenden Außenbereich müsse man ein Paket „schnüren“, was der Öffentlichkeit dann vorgestellt werden könne. Man arbeite aktiv daran.

Tagesordnungspunkt 5

Dorfregion Weserbogen

Hier: Vorstellung Nutzungsmöglichkeiten Projekt Heinser Straße 1

Herr Bürgermeister Bodenhage berichtet, dass es bei diesemTagesordnungspunkt um das Grundstück der Heinser Straße 1, das derzeitige Firmengelände der Firma Kreuder, geht.

Herr Jürgen Wiedbrauk sei im September 2022 auf Herrn Bodenhage und Herrn Steffe mit dem Hinweis zugekommen, dass er dem Flecken dieses Grundstück zur Nutzung anbieten möchte. Da Herr Wiedbrauk zu diesem Zeitpunkt nicht wünschte, dass man dieses Thema öffentlich diskutiert, habe man es vorerst äußerst vertraulich behandelt.

Man habe sich dann erst einmal, nun gemeinsam mit der Samtgemeinde, vertreten durch Herrn Burkert, vor Ort getroffen. Auch die Samtgemeinde habe dem Flecken ihre Unterstützung bei diesem Projekt angeboten.

Im nächsten Schritt gab es dann einen weiteren Termin vor Ort, nun mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates Polle. 

Hier wurde bereits eine mögliche Nutzung vorgestellt. Zu diesem Termin waren dann auch Frau Heineking vom Planungsbüro StadtUmLand und Frau Früh vom Büro für Freiraumplanung dabei. Beide Damen sind auch heute bei der Ratssitzung eingeladen. Sie haben verschiedene Ideen und Nutzungsvarianten präsentiert.

Über die Fraktionssprecher wurden dann die Fraktionen informiert.

Anfang des Monats habe dann der gesamte Rat zusammengesessen und gemeinschaftlich darüber diskutiert und sich ausgetauscht.

Frau Heineking und Frau Früh werden nun auch in dieser Ratssitzung ihre Ideen öffentlich vortragen. Herr Bodenhage stellt fest, dass bereits in der Vergangenheit der Wunsch geäußert wurde, auch in der Öffentlichkeit mehr über die Dorfentwicklung zu erfahren. Er weist darauf hin, dass man dem Wunsch von Herrn Wiedbrauk zur Vertraulichkeit bislang gerecht werden musste und es deshalb nicht möglich war über die Dorferneuerung insgesamt bislang zu informieren. Er weist an dieser Stelle auch noch einmal auf den Termin 

am 2. Februar 2023 um 19Uhr in der Aula der Grundschule Polle hin.

Hier werde über dieses und andere Themen im Detail gesprochen und dazu möchte er noch einmal ausdrücklich einladen.

Frau Heineking begrüßt alle und bedankt sich für die Einladung.

Sie möchte das Projekt Heinser Straße 1 nun aus fachlicher Perspektive der Dorfentwicklung und vom Planungsbüro vorstellen und erklärt auch, dass es schon ungewöhnlich sei, ohne vorher den Weg über die offizielle Dorfentwicklung gegangen zu sein. Dies begründe sich wieder in der Vertraulichkeit gegenüber Herrn Wiedbrauk, es stelle aber auch eine ungewöhnlich große Chance für den Ort dar.

„Lebendige Ortsmitte Polle“ als Teil einer zukünftigen Dorfentwicklung

Im Rahmen der Ratssitzung möchte sie nun zunächst einmal eineBestandsaufnahme präsentieren, über Ergebnisse berichten und Ideen zur Gebäude- und Freiraumplanung der Heinser Straße 1 und des Umfelds vorstellen.

Die Heinser Straße 1 ist das zentralste Grundstück im Ort.

Bei Planungen im Sommer konnte dieses Grundstück für die Ortsmitte Polle noch nicht berücksichtigt werde, das sehe nun anders aus. Und damit täten sich nun auch neue Möglichkeiten auf.

Das Grundstück ist Übergangsbereich zwischen Altdorf und der Burg mit ihrem gesamten Umfeld. Es ist damit attraktiv für die Dorfplanung, um diese Bereiche wieder zusammenzuführen, auch den Bereich der Fähre zu integrieren und außerdem eine attraktive Weserpromenade zu gestalten. Die gesamte Achse Burg/Altdorf aufzuwerten, Begegnungsraum zu schaffen und eventuell auch Einrichtungen für die Grundversorgung. Man habe sich bereits das Grundstück und die Gebäude dort angeschaut und über eine eventuelle Nachnutzung nachgedacht.

Zum Gebäudebestand:

Bürogebäude Kreuder: hier ist eine direkte Nachnutzung möglich

Amtmannshaus und ältestes Haus des Flecken Polle: dieses Baudenkmal steht unter Denkmalschutz. Das Gebäude ist baufällig und stark sanierungsbedürftig. Man kann sich hier eine multifunktionale öffentliche Nachnutzung, aber auch einen Verkauf an privat, vorstellen

Die große Maschinenhalle: Eine Nachnutzung des Skelettbaus für Versorgung, Gemeinschaft, Sport & Freizeit wäre denkbar

Kleine Halle: Diese Halle könnte abgerissen werden. Es könnte ein Standort für soziale Einrichtungen werden, aber auch ein Wohnprojekt wäre denkbar. Gegebenenfalls wäre die Fläche auch als Frei- oder Parkraum nutzbar.

Frau Früh berichtet über ein mögliches Freiraumkonzept. 

Auch hier habe man eine Bestandsanalyse gemacht. 

Die Burg stellt einen wichtigen zentralen Punkt dar, es gibt alte Gebäude und schöne Bereiche. Andererseits gibt es aber auch einen großen Entwicklungsbedarf, insbesondere im Umfeld der Burg. 

Zudem fehlen Informationsschilder.

Die Konzeptidee zum Burgumfeld beinhaltet auch den Bereich der Fähre und die Einfahrt in die Fährstraße aufzuwerten, sowie eine attraktive Weserpromenade zu schaffen. Auch den Bereich vor der Burg wolle man vom Parkplatzflair entlasten. Barrierefreiheit muss entstehen. Es soll ein Wegekonzept geschaffen werden, dass das Gelände auch für Fußgänger und Fahrradfahrer für den Ort integriert. Eine Durchfahrt für Autos soll nicht möglich sein, lediglich notwendiger Parkraum soll bereitgestellt werden.

Etwas ganz Besonderes kann und soll entstehen, so Frau Früh.

In einer Präsentation werden verschiedene Varianten und Nutzungsmöglichkeiten im Detail vorgestellt.

Der Bürgermeister weist noch einmal darauf hin, dass es sich hier erst einmal nur um Ideen handelt.

-Eine Bürgerin fragt nach den Fördermöglichkeiten für so ein Projekt, Frau Heineking merkt an, dass sie darauf noch zu sprechen kommt.

-Ein weiterer Bürger merkt an, dass die Verkehrssituation in diesem Bereich durch die Bundesstraße und auch durch den Lieferverkehr der Firma Treppen Müller bereits jetzt sehr gefährlich sei und wie man das regeln wolle. Auch die Lärmbelästigung sei an dieser Stelle durch den Verkehr enorm und müsse für ein Wohnprojekt berücksichtigt werden. Dazu habe man im Detail, laut Frau Heineking, noch keine Antworten, werde das aber natürlich alles berücksichtigen.

-Eine Bürgerin fragt nach der Größe des Grundstücks, dies wird mit 7000m2 angegeben.

-Ein Bürger fragt, wie das Grundstück dann gepflegt werden soll. Es gäbe derzeit schon starke Probleme durch nicht gepflegte Bereiche in Polle. Ob man sich über eine Möglichkeit so ein Grundstück dann auch entsprechend zu versorgen und zu erhalten Gedanken gemacht habe.

Herr Steffe bedankt sich für den Hinweis und gibt dem Bürger Recht. Natürlich müsse man das Grundstück dann pflegen und auch darin und dafür investieren.

Weiter stellen Frau Heineking und Frau Früh einen Plan über die nächsten Schritte vor:

03-06.2023

-Grundlagenermittlung

-Vermessung

-Gutachten für das Amtmannshaus

-Bedarfsermittlung für soziale Einrichtungen in Polle/Dorfregion

ab 06.2023

-Konzeptbearbeitung

-Machbarkeitsstudie

-Entwicklungsperspektive Heinser Straße 1 mit unterschiedlichem Gebäudebestand, geänderten Grundstückszuschnitten und unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten

zum 30.09.2023

-Entwicklung Ortsmitte Polle

-Antragsstellung in Einzelmaßnahmen

-Entwicklung Ortsmitte mit Aufenthaltsqualität

-Sanierung und Ausbau des Wegesystems Burg Polle

-Entwicklung „Weserpark“

-Umnutzung/Revitalisierung und Abriss von ersten Gebäuden

Ratsfrau Bammel fragt zum Amtmannshaus, wie hier die Auflagen für das Baudenkmal sind. Dieses müsse man im ersten Schritt prüfen, damit eine unerwartete finanzielle Belastung in diesem Bereich das Projekt am Ende nicht unbezahlbar macht. Hier muss laut Frau Heineking eine Begehung mit dem Denkmalschutz stattfinden, um dazu eine Aussage treffen zu können. Im Falle des Amtmannshauses gibt es, wenn die Gemeinde selbst die Fördermittel dafür beantragt, einen Zuschuss von bis zu 75% der Kosten, begrenzt aber auf eine Gesamtsumme von 500.000Euro.

Frau Heineking berichtet weiter zum Thema Förderungsmöglichkeiten, dass ein Neubau nur dann gefördert werden kann, wenn er als soziale Einrichtung genutzt wird.

Wohnraum hingegen werde gar nicht gefördert. Hier müsse man dann gegebenenfalls mit Investoren arbeiten.

Die Fördermittel sollten laut Frau Heineking möglichst früh beantragt werden, wenn man in diesem Jahr schon mit der Umsetzung beginnen wolle.

Ein Bürger fragt nach dem Grundstück. Ob der Flecken dieses geschenkt bekäme, da das Grundstück bei den Fördermöglichkeiten gar nicht erwähnt werde. Frau Heineking antwortet, dass grundsätzlich auch der Erwerb von Grundstücken förderfähig sei, es darf aber nicht mehr als 10% dessen ausmachen, was dort entwickelt werden soll. 

Der Bürger bemerkt, dass das ja sicher eine ordentliche Summe sei.

Hier bringt sich Herr Bürgermeister Bodenhage ein und erwähnt, dass über Kosten und Finanzierbarkeit noch gar nicht gesprochen wurde.

Dieses müsse geklärt und das Projekt muss finanzierbar sein und kalkuliert werden. Der Bürger bemerkt, dass man hier ja über ein ganz anderes finanzielles Ausmaß spreche, als es das beim Sportheim der Fall ist. Herr Bodenhage wiederholt, dass dieses im Rat natürlich besprochen und kalkuliert werden muss.

Ratsfrau Stapel fragt, ob der Flecken grundsätzlich Eigentümer des Grundstücks sein muss oder ob Fördermöglichkeiten auch bei Miete bestünden. Frau Heineking sagt, dass Miete schwierig sei, da der Eigentümer dann die Anträge auf Förderung stelle müsse. Grundsätzlich aber sei dies möglich, wenn der Mietvertrag mindestens eine Laufzeit von 12 Jahren hat.

Herr Bodenhage bedankt sich und schließt das Thema, bevor er die Beschlussvorlage für ein Interesse am Grundstück Heinser Straße 1 vorliest mit den Worten, dass das ein sehr umfängliches Thema sei, das viele Möglichkeiten biete, die nun alle im Einzelnen geprüft werden müssen.

Die Beschlussvorlage zu einer Bekundung eines Interesses am Grundstück Heinser Straße 1 gegenüber dem jetzigen Eigentümer wird vom Rat einstimmig beschlossen.

Tagesordnungspunkt 6

Beauftragung von Baumpflegearbeiten zur Beseitigung von Misteln in schützenswerten Baumbeständen

Hier: Antrag gem §5, Abs. 1 der Geschäftsordnung der Gruppe PLAN-Grün vom 10.01.2023

Ratsfrau Weißenborn liest den Antrag laut vor:

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• Beauftragung von Baumpflegepflegearbeiten zur Beseitigung von Misteln in schützenswerten Baumbeständen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bodenhage, 

jetzt in der Winterzeit ist in zunehmendem Umfang auf zahlreichen Bäumen ein Bewuchs mit Misteln festzustellen. Diese Entwicklung tritt seit einigen Jahren verstärkt auf. Mit Sorge ist zu beobachten, dass die Bäume in der Reihe an der alten Heinser Straße ortsauswärts zunehmend betroffen sind. 

Misteln wachsen nicht nur auf Obstbäumen, sondern sind vermehrt auch auf anderen Laubbäumen zu finden. Sie wachsen halbschmarotzend auf Laubbäumen und entziehen ihrem Wirt Wasser und darin gelöste Mineralsalze. Das Wachstum erfolgt in den ersten 4 Jahren ausgesprochen langsam. Nach der Blüte im 5. Jahr verbreitet sich die Mistel explosionsartig. Der dann auftretende dichte Mistelbefall führt zu verminderter Wuchsleistung der Bäume und zum Absterben. 

Um die Baumreihe an der Heinser Straße langfristig zu schützen und im Bestand zu sichern, sollten die Misteln zeitnah aus den Bäumen entfernt werden. 

Wir beantragen daher, in der nächsten Ratssitzung darüber zu beraten und zur Sicherung von wichtigen Baumbeständen die Baumpflege zur Entfernung der Misteln in Auftrag zu geben. 

Ergänzend sollte auch über Pflegemaßnahmen an den sehr alten Obstbäumen an der „Apfelchaussee“ gesprochen werden. 

Wir bitten um Bestätigung des Antragseingangs sowie des Termins der angekündigten Ratssitzung. 

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Ratsfrau Stapel fragt, warum PLAN-Grün diesen Antrag stellt, da sie den Mistelbefall an den Apfelbäumen an der Apfelchaussee bereits in der letzten öffentlichen Ratssitzung angesprochen habe.

Ratsfrau Weißenborn entgegnet, dass es deutlich mehr befallene Bäume gebe, als die in der Apfelchaussee und man nun handeln müsse, wenn man die Bäume erhalten wolle. Deshalb wurde der Antrag noch einmal in dieser Form gestellt. Auch, da man ja nur bis 28. Februar Zeit zum Handeln habe, da der Grünschnitt nur bis dahin erlaubt sei und die Bäume absterben, wenn man sie nicht von den Misteln befreit. 

Herr Bodenhage verweist auf Herrn Steffe, der sich bereits nach der letzten Ratssitzung um dieses Thema gekümmert hätte.

Herr Steffe berichtet, er habe mit der Naturschutzbehörde gesprochen, diese habe bestätigt, dass Arbeiten grundsätzlich vom 01.10.-28.02. durchgeführtwerden sollen, bei entsprechender Beauftragung einer Fachfirma aber auch später unter Umständen noch gearbeitet werden darf. Hier müsse man auch prüfen, ob im Haushalt genug Mittel zur Verfügung stehen. Der Rat muss der Verwaltung dann den Auftrag erteilen ein Angebot einer entsprechenden Fachfirma einzuholen.

Herr Bodenhage lässt über den Beschussvorschlag hierzu abstimmen. Der Rat stimmt einstimmig dafür.

Tagesordnungspunkt 7

Anfragen und Anregungen

a) Ratsmitglieder

b) Einwohner

Ratsherr Schoppe fragt, wer die abgeknickten Bäume, insbesondere in der Heinser Straße, aufräumt und wann dies geschehen soll.

Herr Steffe sagt, man habe es bislang noch nicht geschafft. Es gibt viele Bereiche, die aufgearbeitet werden müssen und man arbeite daran. Leider werde es Zeit in Anspruch nehmen und dauern.

Ratsfrau Bammel spricht noch einmal an, dass die Rundwege um die Burg dringend repariert werden müssen. Dies sehe nicht nur unschön aus, sondern sei auch extrem gefährlich, da hier Zäune fehlen oder marode sind und man hier leicht abstürzen kann.

Herr Bodenhage beruhigt, Herr Mai habe in seiner Funktion als Gemeindemitarbeiter hier schon viel gemacht und man werde dranbleiben.

Ratsherr Stapel beklagt den ungepflegten und gefährlichen Weg zwischen Gartenstraße und Heimberg. Außerdem fehlt hier das Schild, das darauf hinweist, dass der Weg im Winter nicht geräumt wird.

Herr Steffe bestätigt das. Ein Schild müsse nur angeschafft werden, die überstehenden Hecken müssen durch die Anwohner geschnitten werden. Man werde diese darauf hinweisen.

-Ein Bürger beklagt das „immer noch“ krumme Schild an der Kreuzung Robrexer Straße/B83. Das Thema sei bereits mit der zuständigen Behörde aufgenommen, so Bürgermeister Bodenhage.

-Ein weiterer Bürger spricht den abgeknickten Strommasten am Parkplatz beim Schwimmbad an. Laut Herrn Steffe hat sich die Telekom bereits der Reparatur angenommen.

-Ein Bürger reklamiert weitere schiefe und veraltete Schilder, die insbesondere in der Dunkelheit eine Gefahr darstellen. Man werde das prüfen.

-Ein Bürger fragt noch einmal nach den Misteln und wie lange das schon bekannt sei. Er verstehe nicht, dass solche Themen dann erst auf die letzten Wochen erledigt werden und vorher lange nichts passiert. Die Misteln seien ja nicht erst in den letzten 4 Wochen an den Bäumen gewachsen. 

Da es keine weiteren Fragen und Anmerkungen gibt, bedankt sich Herr Bodenhage bei allen und schließt die Sitzung gegen 20:30.